Ergonomie am Gaming-PC: Mit der richtigen Einrichtung komfortabler spielen und den Körper entlasten

Für viele Leute stellt Gaming in der heutigen Zeit weit mehr als nur einen Zeitvertreib dar. Vielmehr verbringen Gamerinnen und Gamer häufig viele Stunden vor dem Bildschirm und spielen je nach eigenen Vorlieben beispielsweise umfangreiche Rollenspiele, Online-Matches oder kreative Aufbausimulationen.

Allerdings unterschätzen Spielerinnen und Spieler, wie sehr eine schlecht ausgestattete Gaming-Ecke oder eine unpassende Sitzhaltung den Körper zusätzlich massiv belasten kann. Beschwerden an den Handgelenken, Rückenschmerzen oder Nackenverspannungen entstehen bei vielen Gamerinnen und Gamern nicht selten schleichend und werden oftmals erst spät bemerkt.

Wobei es schon mit einigen grundlegenden Maßnahmen möglich ist einen Gaming-Platz signifikant ergonomischer zu gestalten. Das sorgt wiederum nicht nur für mehr Komfort, sondern leistet ebenfalls einen Beitrag zur Vermeidung von langfristigen körperlichen Beschwerden durch das regelmäßige Zocken.

Der Schreibtisch als wichtige Grundlage für ergonomisches Spielen

Für einen ergonomischen Gaming-Platz ist ein geeigneter Schreibtisch von großer Bedeutung. Ein solcher Schreibtisch sollte zunächst einmal ausreichend Platz für Monitor, Maus, Tastatur und weiteres Computerzubehör bieten, und zwar, ohne dass es auf dem Tisch zu eng wird. Nicht weniger wichtig ist bei einem Schreibtisch eine passende Arbeitshöhe. Schließlich sollten die Unterarme beim Zocken im Idealfall waagerecht auf der Tischplatte aufliegen und gleichzeitig die Schultern locker und entspannt bleiben. 

Foto: Beim Gaming lohnt es sich auf eine gute Ergonomie zu achten.
KI-generiert mit Google Gemini

Besonders praktisch sind bei den Schreibtischen höhenverstellbare Modelle, die individuell an verschiedene Sitzpositionen und die jeweilige Körpergröße angepasst werden können. Wer sich näher mit den verschiedenen Ausführungen beschäftigen will, findet bei Wohnen.de eine große Auswahl an höhenverstellbaren Bürotischen und Schreibtischen.

Eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt bei einem Schreibtisch auch die Tiefe der Tischplatte. Diese sollte so groß sein, dass der Monitor im optimalen Abstand platziert werden kann und zusätzlich ausreichend Platz für Maus und Tastatur vorhanden ist.

Mit einer gesunden Sitzhaltung Verspannungen vorbeugen

Die größte Aufmerksamkeit bei einer Anschaffung bekommt in der Regel der Gaming-Stuhl. Entscheidend ist hierbei allerdings in erster Linie nicht das Aussehen, sondern vor allem die richtige Sitzposition. Denn für eine optimale Sitzposition sollten die Füße beim Zocken entweder auf einer zusätzlichen Fußstütze ruhen oder vollständig auf dem Boden sein. 

Außerdem sollten Hüfte und Knie für eine optimale Sitzposition möglichst einen Winkel von rund 90 Grad bilden. Zusätzlich sollte die Rückenlehne noch den unteren Rücken stützen und auf diese Weise eine möglichst aufrechte Haltung ermöglichen.

Viele Spielerinnen und Spieler lehnen sich beim Zocken etwa von Actiongames unbewusst durch die Anspannung nach vorne. Das führt allerdings zu einer stärkeren Belastung der Halswirbelsäule, weil in dieser Position der Kopf dauerhaft vor den Schultern gehalten wird. Hierbei sorgen bereits ein paar Zentimeter mehr Vorneigung für erheblich mehr Druck auf der Nackenmuskulatur. 

Mindestens genauso wichtig ist es aber auch, dass man bei längerem Zocken regelmäßig die Sitzposition verändert. Schließlich ist der Körper des Menschen nicht dafür gemacht, dass man über einen längeren Zeitpunkt mehr oder weniger bewegungslos in einer Position verbleibt. Bereits kleinere Haltungswechsel können die Bandscheiben und Muskulatur nachweislich entlasten und die Durchblutung fördern.

Monitor, Tastatur und Maus richtig positionieren

Abgesehen von der Sitzhaltung beeinflussen vor allem die Positionierung der Eingabegeräte den Spielkomfort. Der Gaming-Monitor sollte im passenden Abstand möglichst direkt vor der Spielerin oder dem Spieler stehen. Idealerweise befindet sich hierbei die obere Kante des Bildschirms auf Augenhöhe, weil dadurch der Blick beim Spielen nur leicht nach unten gerichtet ist. Das sorgt mit dafür, dass der Nacken beim Zocken in einer natürlichen Position bleibt.

Der Abstand des Bildschirms sollte je nach Bildschirmdiagonale zwischen 60 und 80 Zentimetern aufweisen. Bei sehr breiten und großen Monitoren kann der ideale Abstand allerdings durchaus noch ein wenig größer ausfallen. Wichtig ist es zudem, Spiegelungen auf dem Monitor etwa durch Lampen und Fenster zu vermeiden und für eine möglichst geringe Belastung der Augen auf eine gleichmäßige Beleuchtung zu achten.  

Maus und Tastatur sollten möglichst nah am Körper liegen, weil dadurch bei Benutzung die Ellenbogen in einer lockeren Haltung verbleiben können. Hierbei sollten die Handgelenke nicht dauerhaft abgeknickt und stattdessen möglichst gerade bleiben.

Regelmäßige Pausen sind von großer Bedeutung

Grundsätzlich ist ein ergonomischer Gaming-Platz von großer Bedeutung, aber trotzdem sind regelmäßige Pausen beim Zocken wichtig. Daher ist es ratsam, regelmäßige Pausen beim Spielen einzubauen und hierbei dann auch wirklich aufzustehen und sich ein wenig zu bewegen und Dehnübungen zu machen. Das hilft dem Körper enorm und schon wenige Minuten aktive Pause pro Stunde können dem Körper helfen.