GameStop-CEO verkauft alten Teppich auf eBay, und Leute bieten tatsächlich Tausende Dollar

Die Grenze zwischen Meme, Marketing-Stunt und kompletter Absurdität wird bei GameStop inzwischen regelmäßig neu definiert. Das neueste Beispiel: CEO Ryan Cohen versteigert aktuell persönliche und teils völlig belanglose Gegenstände auf eBay – angeblich, um genug Geld für einen Kauf von eBay selbst zu sammeln.

Ja, wirklich.

Unter den Auktionen befinden sich tatsächlich ein paar halbwegs interessante Sammlerstücke, darunter alte versiegelte Spiele oder große Dekofiguren. Der Großteil wirkt allerdings eher wie zufällig aus einem Lagerraum zusammengesucht. Ein generischer GameStop-Becher. Ein schwarzes GameStop-Cap. Ein normales iPhone. Und besonders absurd: ein benutztes Stück GameStop-Teppichboden aus irgendeiner Filiale.

Das eigentlich Verrückte ist aber nicht die Auktion selbst, sondern die Reaktion darauf. Einige der Artikel haben innerhalb kürzester Zeit Gebote im vier- oder sogar fünfstelligen Bereich erreicht. Menschen bieten ernsthaft mehrere Tausend Dollar auf Laden-Schilder oder ein Stück Teppich – hauptsächlich, weil die Auktionen mit Ryan Cohen verbunden sind.

Natürlich steckt dahinter vor allem Inszenierung. Cohen spielt seit Jahren bewusst mit der Meme-Kultur rund um GameStop und dessen Community. Die Auktionen wirken weniger wie ernsthafte Verkäufe und mehr wie ein weiterer Versuch, Aufmerksamkeit, Social-Media-Hype und Markenbindung zu erzeugen.

Und genau deshalb funktioniert es leider wahrscheinlich auch.

Der eigentliche Hintergrund ist dabei fast schon nebensächlich: Cohen träumt offenbar weiterhin von deutlich größeren Expansionsplänen rund um GameStop und digitale Handelsplattformen. Dass ein paar absurde eBay-Auktionen daran realistisch irgendetwas ändern würden, glaubt vermutlich niemand ernsthaft.

Trotzdem zeigt die Aktion ziemlich gut, wie stark sich GameStop inzwischen von einem klassischen Spielehändler zu einer Art internetgetriebenem Kult-Unternehmen entwickelt hat. Der Laden verkauft längst nicht mehr einfach nur Games – sondern inzwischen vor allem Aufmerksamkeit, Community-Hype und Meme-Energie.

Und offenbar reicht das inzwischen sogar aus, damit Leute freiwillig vierstellige Summen für alten Teppich bezahlen.