God of War: Laufey offiziell enthüllt – Faye bekommt ihr eigenes Prequel

Nach monatelangen Gerüchten ist es jetzt raus: God of War: Laufey wurde im Rahmen von Sonys State of Play endlich offiziell vorgestellt – und rückt ausgerechnet eine Figur ins Zentrum, die bisher eher als Schatten der Hauptgeschichte existierte: Faye, Kratos’ verstorbene Frau.

Die Präsentation selbst hat dabei gleich klar gemacht, dass das hier kein klassisches Nebenprojekt wird. Rund 20 Minuten Gameplay zeigten Faye in einer völlig neuen Rolle – agil, bewaffnet mit einem Schwert und deutlich stärker im direkten Kampf eingebunden als in Rückblenden der Hauptreihe.

Faye im Fokus – und plötzlich ist sie die Hauptfigur

Die Story setzt offenbar nach ihrem Tod an. Faye erwacht in einer Art Zwischenwelt namens „Everywhen“, in der verschiedene Mythologien aufeinandertreffen und um Macht kämpfen. Genau dieses Setting öffnet die Tür für alles, was die Reihe sonst eher nur andeutet: fremde Götterpantheons, seltsame Kreaturen und völlig neue Regeln.

Im gezeigten Material wird Faye von mehreren Gegnern gefangen genommen, ihr Schwert zerbricht im Kampf, und sie wird vor einen dämonischen Herrscher gebracht – begleitet von einer weiteren mysteriösen Figur, die offenbar ebenfalls eine zentrale Rolle in dieser neuen Welt spielt.

Das wirkt weniger wie eine klassische Vorgeschichte und eher wie ein bewusstes „Wir drehen das gesamte God-of-War-Universum einmal auf links“.

Zwischen Mythologie und kompletter Überladung

Interessant ist vor allem, wie weit sich das Spiel von der bisherigen Struktur entfernt. Während God of War in den letzten Jahren stark auf nordische Mythologie und persönliche Vater-Sohn-Dynamik gesetzt hat, geht „Laufey“ offenbar in Richtung Multiversum der Götter.

Der neue Schauplatz mischt bekannte mythologische Motive mit völlig neuen Elementen, inklusive eines Auftritts eines gelatinösen Würfels, der inzwischen fast schon als inoffizielles Maskottchen der Präsentation durchgeht.

Große Pläne für die Zukunft der Reihe

Neben dem neuen Prequel hat Sony im gleichen Atemzug auch weitere Projekte im God-of-War-Universum angedeutet, darunter ein Remake der ursprünglichen Trilogie und eine Live-Action-Adaption für Amazon.

Das signalisiert ziemlich klar: Die Reihe wird gerade nicht kleiner, sondern breiter aufgestellt, mit mehreren Zeitebenen, Formaten und Interpretationen parallel.

Ob das am Ende aufgeht oder das Franchise damit etwas von seiner ursprünglichen Klarheit verliert, wird sich erst zeigen. Aber eines ist schon jetzt sicher: Faye ist keine Nebenfigur mehr.