Hideo Kojima äußert sich zu KI: „Vielleicht kann KI irgendwann Kunst erschaffen“

Hideo Kojima hat sich überraschend kritisch zu generativer KI geäußert – obwohl zuletzt noch ein KI-generiertes Video mit ihm selbst für Diskussionen sorgte.

Im Gespräch mit der Washington Post sagte der Death Stranding 2-Director:

„Art is life. Maybe AI could create art, but while I live, I don’t think I’ll see it. I’m not interested in it.“

Die Aussagen fielen im Rahmen eines Artikels über die Kunstinstallation „Satellites II“, ein gemeinsames Projekt von Kojima und Regisseur Nicolas Winding Refn. Ironischerweise tauchte darin zuvor eine KI-generierte Version von Kojima selbst auf – etwas, das viele Fans ziemlich verstörend fanden.

KI soll laut Kojima eher „Werkzeug“ bleiben

Ganz gegen KI ist Kojima allerdings nicht. Er sieht generative Systeme eher als Unterstützung für Routinearbeiten:

- KI könne „Effizienz steigern“
- Menschen müssten aber weiterhin „im Raum bleiben, in dem Kunst entsteht“
- Kreativität solle nicht ersetzt werden

Damit positioniert er sich irgendwo zwischen kompletter Ablehnung und blindem Tech-Hype. Gerade in der Spielebranche ist das aktuell selten, weil viele Studios entweder aggressiv auf KI setzen oder sie öffentlich boykottieren.

Interessant ist auch: Bereits 2018 erwähnte Gabe Newell in einer mittlerweile öffentlich gewordenen Mail an Elon Musk, dass Kojima großes Interesse an KI und Zukunftstechnologien gezeigt habe.

Später sprach Kojima in einem Interview mit Wired Japan sogar davon, „gemeinsam mit KI“ kreativ arbeiten zu wollen. Damals bezeichnete er KI sinngemäß als eine Art „Freund“, allerdings nicht als Ersatz für menschliche Ideen.

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Fans reagieren erleichtert

Viele Fans sehen die neuen Aussagen positiv, weil Kojima damit offenbar keine vollautomatisch generierten Spiele plant. Gerade nach der KI-Werbung rund um die Prada-Ausstellung gab es online Sorgen, dass der Metal Gear Solid-Schöpfer komplett auf den GenAI-Zug aufspringen könnte.

Stattdessen klingt es momentan eher danach, dass KI bei Kojima Productions künftig für Produktionshilfe, Organisation oder technische Unterstützung genutzt wird – nicht für das eigentliche kreative Herzstück seiner Spiele.

Sein nächstes großes Projekt bleibt weiterhin Physint, ein neues Stealth-Action-Spiel, das Kojima bereits als spirituelle Rückkehr zu seinen klassischen Agenten-Thrillern beschrieben hat.