Marathon erhält erstmals einen reinen PvE-Modus für Solo-Spieler

Bungie erweitert seinen Extraction-Shooter Marathon um einen der bislang meistgewünschten Spielmodi. Mit „Vault Breaker“ erhält das Spiel am 21. Juli erstmals eine vollständig PvE-orientierte Erfahrung, die speziell auch für Solospieler konzipiert wurde. Während Marathon bislang nahezu ausschließlich auf kompetitive Begegnungen zwischen Spielern setzte, können Fans künftig die Spielwelt erkunden und Herausforderungen meistern, ohne ständig mit feindlichen Teams rechnen zu müssen.

Der neue Modus spielt auf Cryo Archive, der bislang größten Karte des Spiels. Dort durchlaufen Spieler eine Reihe zunehmend schwieriger Vaults, die immer anspruchsvollere Kämpfe und Herausforderungen bieten. Vault Breaker kann allein, zu zweit oder im klassischen Dreierteam gespielt werden und soll laut Bungie eine „Low-Risk, High-Power“-Alternative zum regulären Spiel darstellen.

Bungie schützt die Spielökonomie trotz PvE-Inhalten

Eine der größten Herausforderungen bei der Einführung eines PvE-Modus in einen Extraction-Shooter besteht darin, die Balance der bestehenden Spielökonomie nicht zu gefährden. Genau deshalb hat Bungie ein eigenes Fortschrittssystem für Vault Breaker entwickelt.

Spieler können die gefundene Ausrüstung nach einem Durchlauf nicht einfach in den Hauptmodus übertragen. Stattdessen erhalten sie eine exklusive Ressource namens „Vault Data“. Diese neue Währung dient dazu, ein spezielles Vault-Breaker-Kit aufzuwerten, wodurch schwierigere Herausforderungen freigeschaltet und bessere Belohnungen verdient werden können.

Vault Data lässt sich zudem gegen bestimmte Gegenstände eintauschen, die auch im regulären Marathon genutzt werden können. Bungie versucht damit einen Mittelweg zu finden: PvE-Spieler erhalten einen sinnvollen Fortschritt und langfristige Motivation, während gleichzeitig verhindert wird, dass der Modus den Loot-Kreislauf des Hauptspiels aus dem Gleichgewicht bringt.

Gerade für Spieler, die sich bislang vom harten PvP-Fokus abgeschreckt fühlten, könnte Vault Breaker ein wichtiger Einstiegspunkt werden. Gleichzeitig müssen Fans des ursprünglichen Extraction-Shooter-Konzepts keine Nachteile befürchten.

Weitere Neuerungen für die kommenden Monate angekündigt

Neben der Vorstellung von Vault Breaker hat Bungie auch einen Ausblick auf die nächsten Updates gegeben. Bereits mit dem Mid-Season-Update im Juli sollen zahlreiche Verbesserungen bei Komfortfunktionen, Balancing und Benutzeroberfläche eingeführt werden. Darüber hinaus arbeitet das Studio an einer Weiterentwicklung des Cradle-Systems, das künftig mehr kosmetische Belohnungen und zusätzliche Langzeitziele bieten soll.

Noch größere Veränderungen sind für Season 3 geplant, die am 22. September startet. Dann soll die Startkarte Perimeter umfangreich überarbeitet werden. Bungie verspricht neue Gebiete, zusätzliche Begegnungen und mehr Abwechslung im frühen Spielverlauf. Außerdem werden ein neuer Runner, zusätzliche Waffen, neue Ausrüstung sowie weitere Inhalte und Überraschungen eingeführt.

Mit Vault Breaker reagiert Bungie auf einen der häufigsten Wünsche der Community. Der neue Modus könnte nicht nur Solospieler zurückholen, sondern Marathon insgesamt deutlich zugänglicher machen. Sollte das Experiment erfolgreich sein, dürfte dies vermutlich nicht der letzte größere PvE-Inhalt bleiben, den Bungie für seinen Shooter plant.