Review: Hier ist Jeff! – Krokodile, Kätzchen und mehr

Ich gebe es zu: Ohne Marvel Rivals hätte ich wahrscheinlich nie gedacht, dass ausgerechnet ein kleiner Landhai zu meinen Lieblingsfiguren im Marvel-Universum gehören würde. Doch wer schon einmal erlebt hat, wie Jeff durch die Map flitzt, Gegner verschluckt und dabei komplett unschuldig aussieht, versteht schnell, warum die Figur so beliebt geworden ist.

Genau dieses Chaos und diesen Charme fängt Hier ist Jeff! Krokodile, Kätzchen und mehr perfekt ein.

Mehr Jeff geht eigentlich nicht

Der Band besteht aus mehreren Kurzgeschichten, die Jeff in den Mittelpunkt stellen. Dabei braucht es keine große zusammenhängende Handlung. Jeff macht einfach das, was Jeff am besten kann: Er sorgt für Chaos.

Mal freundet er sich mit anderen Tieren an, mal bringt er Superhelden zur Verzweiflung und mal gerät er in Situationen, die komplett eskalieren, obwohl er eigentlich nur etwas essen wollte. Das klingt simpel, und ist es auch. Aber genau darin liegt der Reiz.

Während viele Marvel-Comics versuchen, die nächste große Krise oder das nächste Multiversums-Event aufzubauen, konzentriert sich dieser Band auf etwas ganz anderes: Spaß.

Marvel Rivals hat mich vorbereitet

Als jemand, der Jeff hauptsächlich aus Marvel Rivals kennt, hatte ich beim Lesen ständig das Gefühl: "Ja, genau so würde Jeff reagieren."

Diese Mischung aus völliger Unschuld und maximaler Zerstörung zieht sich durch den gesamten Comic. Jeff ist nie böse. Er will niemandem schaden. Aber irgendwie endet trotzdem alles im Chaos. Wer ihn aus dem Spiel kennt, wird sich sofort zuhause fühlen.

Tatsächlich hat mir der Comic sogar geholfen, die Figur noch mehr zu mögen. Während Jeff in Marvel Rivals vor allem durch Gameplay und Animationen glänzt, bekommt er hier deutlich mehr Raum, seinen Charakter zu zeigen.

Die Zeichnungen sind einfach Zucker

Der größte Star bleibt natürlich Jeff selbst. Die Künstler schaffen es, ihn in praktisch jedem Panel unglaublich niedlich wirken zu lassen. Seine Mimik allein trägt teilweise komplette Szenen.

Dazu kommen zahlreiche kleine Gags im Hintergrund und jede Menge charmante Momente, die den Comic fast wie einen animierten Kurzfilm wirken lassen. Man merkt schnell, dass die Geschichten nicht darauf ausgelegt sind, tiefgründig zu sein. Sie sollen unterhalten, und das gelingt hervorragend.