Review: Marvel Rivals – Die himmlische Stadt

Als jemand, der inzwischen viel zu viele Stunden in Marvel Rivals versenkt hat, freue ich mich immer, wenn Marvel die Spielwelt auch außerhalb des Shooters weiter ausbaut. Nach den bisherigen Comics war ich daher gespannt, was Die himmlische Stadt auf den Tisch bringt. Die gute Nachricht: Wer das Spiel mag, bekommt hier genau das, was man erwartet – bekannte Charaktere, verrückte Team-Ups und jede Menge Fanservice.

Im Mittelpunkt steht Luna Snow, die für ein Konzert in die mystische Stadt K'un-Lun reisen möchte. Das klingt zunächst nach einer recht einfachen Mission, entwickelt sich aber schnell zu einem typischen Marvel Rivals-Abenteuer. Statt entspannt auf der Bühne zu stehen, landet Luna mitten in einem Konflikt zwischen verschiedenen Fraktionen und Figuren wie Iron Fist, Angela, Magik, Hulk, Wolverine und Winter Soldier. Das Ergebnis ist genau das Chaos, das man aus dem Spiel kennt.

Fast wie eine Runde Marvel Rivals

Was mir besonders gefallen hat: Der Comic fühlt sich tatsächlich wie eine Partie Marvel Rivals an. Figuren treffen aufeinander, die man in einem normalen Marvel-Comic vielleicht nicht sofort zusammen erwarten würde. Kämpfe brechen aus, Allianzen wechseln und ständig kommt jemand Neues dazu. Wer die Charaktere aus dem Spiel kennt, wird viele Momente mit einem Grinsen lesen.

Gerade Luna Snow profitiert davon, dass sie hier einmal im Mittelpunkt stehen darf. Im Spiel gehört sie für viele ohnehin zu den beliebtesten Strategen, und der Comic nutzt ihren Charme gut aus. Sie wirkt sympathisch, locker und sorgt dafür, dass die Geschichte trotz aller Kämpfe nie zu ernst wird.

Starke Optik, leichte Story

Die Zeichnungen passen hervorragend zum Stil von Marvel Rivals. Farbenfroh, dynamisch und mit vielen Details, die Fans des Spiels sofort erkennen werden. K'un-Lun sieht fantastisch aus und vermittelt genau diese Mischung aus Mystik und Martial-Arts-Fantasy, die man sich von der Stadt erhofft.

Die Story selbst bleibt dagegen recht simpel. Wer hier große Charakterdramen oder tiefgründige Entwicklungen erwartet, wird nicht fündig. Der Comic will vor allem unterhalten und die aktuelle Spielwelt erweitern. Das gelingt ihm gut, auch wenn man merkt, dass die Handlung eher als Bühne für die Figuren dient.

Fazit

Marvel Rivals – Die himmlische Stadt ist genau die Art von Comic, die ich mir als Marvel Rivals-Spieler wünsche. Er nimmt sich nicht zu ernst, nutzt die Stärken seiner Charaktere und liefert eine Menge unterhaltsamer Interaktionen.

Ist es der beste Marvel-Comic des Jahres? Nein.

Hat es Spaß gemacht, Luna Snow, Wolverine, Iron Fist und Co. außerhalb des Spiels in Aktion zu sehen? Absolut.

Wer regelmäßig Marvel Rivals spielt, wird hier viele kleine Details entdecken und sich sofort zuhause fühlen. Für Nicht-Spieler funktioniert die Geschichte ebenfalls, aber ihren größten Reiz entfaltet sie eindeutig für Fans des Shooters. Und ganz ehrlich: Nachdem ich Luna Snow schon oft genug im Match gesehen habe, war es schön, ihr diesmal bei einem Abenteuer zuzusehen, das nicht nach zehn Minuten mit einer Niederlage oder einem MVP-Bildschirm endet.