Key Facts

  • Genre: First-Person Hack & Slash / Action-Roguelite

  • Entwickler & Publisher: Nikola Todorovic

  • Status: Vollversion

  • Plattform: PC

Das Splatter-Manga-Soulslike: Bildgewaltig und knallhart

Wer zum ersten Mal Material zu Mortal Sin sieht, reibt sich verwundert die Augen: Hochkontrastreiche Comic-Optik, stark gesättigte Farbtöne und zerschmetternde Nahkämpfe. Das Spiel wirft dich aus der Ego-Perspektive in albtraumhafte, alchemistische Dungeons voller abscheulicher Monstrositäten.

Was nach einem puren Nischen-Gimmick aussieht, entpuppt sich als einer der flüssigsten und befriedigendsten First-Person-Melee-Shooter der letzten Jahre.

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Das Gameplay: Zerstückeln mit Strategie und Flow

Im Kern steht ein extrem griffiges Kampfsystem. Statt stumpf auf die Maustaste zu hämmern, verlangt Mortal Sin präzises Timing, gutes Movement und gezieltes Ausnutzen der gegnerischen Schwachstellen:

  • Das Combo-System: Das Verkettungsprinzip aus Schlägen, Paraden, Kicks und Dushes sorgt für einen süchtig machenden Spielfluss.

  • Gezielte Demontage: Feinde lassen sich gezielt zerlegen. Schlag dem Oger den Waffenarm ab oder nimm den Schützen die Beine – die Zerstückelungsmechanik hat direkte Auswirkungen auf die Bedrohung im Raum.

  • Haltbarkeit als Motivator: Waffen und Rüstungsteile nutzen sich extrem schnell ab. Da zerbrochene Ausrüstung unwiederbringlich weg ist, musst du deine Taktik ständig anpassen und spontan neues Equipment vom Boden aufklauben.

  • Klassen-Vielfalt: Ob schwerer Berserker mit Riesenschwert, flinker Mönch oder Magier – die verschiedenen Klassen verändern das Spielgefühl und die Synergien radikal.

Grafik & Sound: Gewöhnungsbedürftig, aber brillant konzipiert

Die grelle Comic-Ästhetik schreckt im ersten Augenblick vielleicht ab, hat aber einen genialen Gameplay-Vorteil: Die Hintergründe sind farblich dezent gehalten, während Bedrohungen, gegnerische Angriffe und wichtige Interaktionspunkte in knalligen Primärfarben herausstechen.

Wer mit dem Standard-Farbset nicht warm wird, kann in den Optionen aus zahlreichen verschiedenen Paletten wählen. Der wuchtige, blutige Sound unterstreicht jeden einzelnen Treffer perfekt.

Technik & Performance: Unser Testsystem

Mortal Sin verzichtet auf ressourcenfressende Fotorealismus-Grafik und legt den Fokus stattdessen auf rasende Bildraten – die für ein so schnelles Nahkampfspiel essenziell sind.

Test-Setup:

  • Laptop-Modell: MSI Vector GP76 12UH

  • Prozessor (CPU): Intel Core i7-12700H (14 Kerne, 20 Threads, Boost bis zu 4,7 GHz)

  • Grafikkarte (GPU): NVIDIA GeForce RTX 3080 Laptop GPU

  • Arbeitsspeicher (RAM): 16 GB DDR5

Performance-Eindruck:

Auf unserem Referenzsystem lief das Spiel absolut flüssig. Selbst in vollgepackten Räumen mit Dutzenden Gegnern, fliegenden Gliedmaßen und Partikeleffekten blieben die Bildraten jenseits aller Grenzen. Das Spiel nutzt die Hardware kaum aus, läuft extrem stabil und schont das System vorbildlich. Auch auf schwächeren Laptops läuft der Titel ohne Probleme butterweich.

Pro & Contra

Das gefällt uns gut:

  • Einzigartiges, extrem flüssiges und wuchtiges First-Person-Kampfsystem

  • Taktischer Tiefgang durch gezielte Dismemberment-Mechanik (Zerstückelung)

  • Hoher Wiederspielwert dank abwechslungsreicher Klassen und Loot-Dynamik

  • Anpassbare Farbpaletten für den visuellen Stil

  • Hervorragende technische Optimierung und hohe FPS

Das gefällt uns weniger:

  • Der visuelle Stil und die hohe Farbsättigung sind nicht für jeden Geschmack etwas

  • Hoher Schwierigkeitsgrad kann Einsteiger anfangs leicht überfordern

Planetkey-Prognose

Fazit: Mortal Sin ist ein absoluter Geheimtipp für Fans von knallharter Action und Roguelites. Was Entwickler Nikola Todorovic hier im Alleingang auf die Beine gestellt hat, wischt mit so manchem Großprojekt den Boden auf. Der Kampfflow ist fantastisch, das Waffenfeedback brachial und das Spielprinzip macht hochgradig süchtig. Wer ein rasantes Nahkampf-Spektakel sucht und sich auf den ungewöhnlichen Grafikstil einlässt, bekommt einen echten Indie-Diamanten!