Kingdom Come: Deliverance II: Das ultimative Mittelalter-Epos in der Gamescom-Preview

Warhorse Studios meldet sich eindrucksvoll zurück: Kingdom Come: Deliverance II war einer der absolut größten Publikumsmagneten auf der Gamescom. Die Fortsetzung setzt genau dort an, wo die Geschichte des jungen Schmiedesohns Heinrich (Henry) endete, hebt das Mittelalter-RPG-Konzept jedoch in allen Belangen auf ein völlig neues Niveau.

Rückkehr nach Böhmen: Eine verdoppelte Spielwelt

Das Abenteuer führt Spieler zurück ins Jahr 1403 mitten in die Wirren des böhmischen Bürgerkriegs. Die Spielwelt ist etwa doppelt so groß wie im Vorgänger und verteilt sich auf zwei riesige Regionen: das malerische Böhmische Paradies und die prachtvolle, historische Silberstadt Kuttenberg (Kutná Hora).

  • Lebendige Metropole: Kuttenberg lässt das Mittelalter mit geschäftigen Gassen, feilschenden Händlern und dynamischen NPC-Tagesabläufen so realistisch wie nie zuvor wiederauferstehen.

  • Konsequenzen & Ruf: NPCs reagieren noch empfindlicher auf dein Auftreten, deine Kleidung, Hygiene und deine Entscheidungen. Ein Diebstahl oder eine Schlägerei im Wirtshaus spricht sich in der Stadt schnell herum.

Überarbeitetes Kampfsystem & Neues Waffenarsenal

Das für seine Realitätsnähe berühmte Richtungs-Kampfsystem kehrt zurück, fühlt sich in den Anspiel-Demos aber deutlich geschmeidiger und zugänglicher an, ohne seine taktische Tiefe zu verlieren.

  • Armbrüste & Frühe Schusswaffen: Erstmals stehen neben Schwertern, Äxten und Streitkolben auch kraftvolle Armbrüste sowie frühe Handfeuerwaffen zur Verfügung.

  • Flüssigere Nahkämpfe: Paraden, Konter und gezielte Trefferzonen erfordern weiterhin Timing, wirken durch überarbeitete Animationen jedoch weitaus dynamischer.

  • Barbarei im Wirtshaus: Auch der unbewaffnete Nahkampf bei Kneipenschlägereien wurde um neue Griffe und Schlagkombinationen erweitert.

Kompromisslose Immersion und Next-Gen-Optik

Grafisch macht der Titel dank stark verbesserter CryEngine-Optik einen gewaltigen Sprung nach vorne. Dank vollem Facetracking und Facial-Motion-Capture wirken die Dialoge zwischen Heinrich und seinen Begleitern erstaunlich lebensecht. Die Welt verzichtet nach wie vor auf störendes Handholding: Wer nach einem Kampf blutet, muss Wunden selbst verbinden; wer dreckig beim Adel vorspricht, wird direkt vor die Tür gesetzt.

Mit einem bombastischen, zehnstündigen Soundtrack samt Orchester und Chor verspricht Kingdom Come: Deliverance II ein mitreißendes Historien-Epos zu werden, das das Genre der Hardcore-Rollenspiele neu definieren könnte.