Marathon Spieler diskutieren über knappe Munition und UI - und loben viel

Während des aktuellen Beta-Wochenendes zum Extraction-Shooter Marathon diskutieren Spieler intensiv über mehrere Probleme – vor allem über das auffällige, aber teils schwer lesbare Interface, Munitionsknappheit und relativ seltene PvP-Begegnungen. Entwickler Bungie hat bereits reagiert und bestätigt, dass das Feedback gesammelt und überprüft wird.

Eines der ersten Dinge, die vielen Spielern beim Start auffallen, ist das ungewöhnliche Menüdesign. Anders als bei klassischen Shootern wie Call of Duty gibt es in Marathon keinen Social Hub. Stattdessen präsentiert sich das Hauptmenü wie ein futuristisches Computerterminal, das gleichzeitig Verträge, Inventar und große Teile der Hintergrundgeschichte darstellt. Verschiedene Schriftarten, Farben und grafische Elemente sind dabei dicht miteinander kombiniert. Einige Spieler finden diese maximalistische Präsentation stilistisch beeindruckend und einzigartig, andere fühlen sich davon überfordert und sprechen von visueller Reizüberflutung.

Gerade während der Matches wird das Design zur Herausforderung. Während Timer laufen und Gegner lauern, bleibt kaum Zeit, sich in Ruhe durch Informationen zu arbeiten oder die zahlreichen Interface-Elemente zu interpretieren. Viele Spieler berichten jedoch, dass sich das System mit etwas Eingewöhnung besser erschließt. Wer das Spiel langsamer angeht und nicht sofort versucht, möglichst schnell Ausrüstung und Erfahrung zu farmen, kann das aufwendige visuelle Design eher genießen.

Ein weiterer häufiger Kritikpunkt ist die sehr knappe Munition. Spieler, die mit Start-Loadouts in eine Runde gehen, verfügen oft nur über genügend Ammo für wenige Gefechte. Wer danach nicht sofort besiegte Gegner plündert oder Munitionslager findet, steht schnell mit leeren Waffen da. Dadurch wirkt besonders die Anfangsphase des Spiels – wenn man noch kein großes Inventar aufgebaut hat – ziemlich hart und stark auf Überlebensknappheit ausgelegt. Gleichzeitig loben viele Spieler das Waffen-Gameplay selbst, was die Situation etwas frustrierend macht.

Alles nur schwerer?

Als Ausgleich gibt es einen Einsteiger-Modus, der weniger Spieler pro Match zusammenführt und es einfacher macht, Beute zu sammeln und wieder zu entkommen. Wer allein unterwegs sein möchte, kann beispielsweise mit der Runner-Klasse „Rook“ solo Ressourcen sammeln und sich langsam ein Inventar aufbauen. Trotzdem bleibt die Frage offen, ob die aktuelle Munitionsökonomie gut ausbalanciert ist oder vor dem Release noch angepasst werden muss.

Auch die Häufigkeit von PvP-Begegnungen sorgt für Diskussionen. In manchen Matches treffen Spieler kaum auf andere Teams, was zwar sichere Loot-Runs ermöglicht, aber oft auch für wenig Spannung sorgt. Dieses Problem war bereits während der Alpha-Tests im Jahr zuvor aufgefallen. Denkbare Lösungen wären mehr Teams pro Karte oder Spawnpunkte, die näher beieinander liegen.

Server Fehler und anfängliche Probleme

Bungie hat nach dem Start des sogenannten „Server Slams“ eine Liste bekannter Probleme veröffentlicht und betont, dass Feedback aktiv gesammelt wird – etwa über den offiziellen Discord-Server. Besonders bei UI-Design und PvP-Frequenz wolle man weitere Rückmeldungen aus der Community einholen.

Ein möglicher Grund für die wenigen Spielerbegegnungen könnte laut Bungie allerdings auch die starke KI sein. Die Sicherheitsroboter der UESC-Fraktion können Spieler innerhalb weniger Sekunden ausschalten und rufen schnell Verstärkung, wenn man sie angreift. Dadurch werden offenbar ganze Teams eliminiert, bevor sie überhaupt auf andere Spieler treffen. Entsprechend fordern viele Beta-Tester inzwischen auch ein Nerf dieser Gegner.

Der Beta-Test von Marathon läuft noch bis zum 2. März. Bis dahin dürfte sich zeigen, welche der aktuellen Kritikpunkte tatsächlich größere Anpassungen vor dem finalen Release nach sich ziehen.