Rockstar-Hacker veröffentlichen Daten nach gescheiterter Erpressung

Die Hackergruppe ShinyHunters hat nach eigenen Angaben gestohlene Daten von Rockstar Games veröffentlicht, nachdem der Entwickler von Grand Theft Auto VI sich geweigert haben soll, ein Lösegeld zu zahlen. Die Veröffentlichung erfolgte einen Tag vor einer zuvor gesetzten Frist.

Die Gruppe behauptet, über eine Schwachstelle bei einem Drittanbieter Zugriff auf Analyse- und Cloud-Daten erhalten zu haben. In einer begleitenden Nachricht verspotteten die Hacker das Studio mit den Worten: „Wie fühlt es sich an, die Schlagzeile zu sein?“

Nach bisherigen Berichten handelt es sich bei den geleakten Informationen vor allem um Analyse- und Umsatzdaten aus Spielen wie Grand Theft Auto Online und Red Dead Online. Dazu gehören offenbar Auswertungen zu täglichen und wöchentlichen Einnahmen sowie regionale Unterschiede im Spielerverhalten und Ausgaben.

Wichtige Inhalte wie Quellcode, interne Entwicklungsdateien oder sensible Spielerinformationen von Rockstar Games sollen laut ersten Einschätzungen nicht betroffen sein. Stattdessen deuten die Daten eher auf Geschäfts- und Performance-Statistiken hin, die über einen externen Cloud- bzw. Metrics-Dienst abgegriffen wurden.

Rockstar hatte den Vorfall bereits zuvor bestätigt und ihn als „begrenzte Menge nicht-kritischer Unternehmensdaten“ eingestuft. Auswirkungen auf Spieler oder laufende Projekte seien demnach nicht zu erwarten.

Die Hackergruppe ShinyHunters bestreitet unterdessen, die Daten zuvor zum Verkauf angeboten zu haben, und veröffentlicht sie stattdessen öffentlich im Darknet – ein Schritt, der den Konflikt mit dem Studio weiter eskalieren lässt.