Spider-Man 3: Mo-Cap-Leak macht Fortsetzung plötzlich offensichtlich

Insomniac Games ist eigentlich bekannt dafür, ihre großen Projekte ziemlich strikt abzuschotten, gerade bei den Marvel-Titeln. Umso mehr Zündstoff hatte diese kleine Instagram-Panne: Ein Schauspieler, der Peter Parkers Gesicht in den bisherigen Spielen liefert, hat aus dem Motion-Capture-Studio ein Foto gepostet – klassische Spider-Man-Pose, Anzug, Markierungen im Gesicht, alles eindeutig „Spidey-Modus“. Der Beitrag war nur kurz online, wurde dann gelöscht, aber da war er natürlich längst im Netz verteilt.

Was daran so interessant ist: Niemand bei Sony oder Insomniac hatte zu dem Zeitpunkt auch nur offiziell bestätigt, dass überhaupt ein drittes Hauptspiel in Arbeit ist. Nach außen konzentriert sich das Studio voll auf das nächste große Projekt im Marvel-Kosmos – das Wolverine-Spiel. Genau deshalb wirkt dieser Moment so brisant: Wenn ein Schauspieler bereits wieder in voller Performance-Capture-Session für Peter Parker steckt, dann ist das kein zufälliges Fotoshooting mehr, sondern ziemlich sicher Produktionsalltag.

Jetzt ist die Frage weniger ob Spider-Man 3 kommt, sondern eher in welchem Stadium es sich befindet. Und da wird’s spannend: Motion Capture bedeutet, dass Story, Charakterführung und grundlegende Szenen oft schon ziemlich konkret stehen. Das ist keine frühe Konzeptphase mehr, sondern eher „wir drehen gerade das Fundament“.

Trotzdem sollte man das nicht überdrehen. Studios nutzen solche Darsteller auch mal flexibler, etwa für Testszenen, Nebenrollen oder technische Validierung. Es könnte theoretisch auch ein Auftritt im Wolverine-Spiel sein oder einfach internes Material. Aber ehrlich gesagt: Die Pose ist so eindeutig, dass diese Alternativen ziemlich konstruiert wirken.

Wenn man die bisherigen Releasezyklen von Insomniac betrachtet, passt das Bild auch ziemlich gut: mehrere Teams, überlappende Produktionen, und während ein Spiel kurz vor dem Finish steht, läuft das nächste schon längst im Hintergrund an. Das ist bei AAA-Produktionen heute Standard, sonst würden solche Spiele nie in Serie erscheinen.

Heißt am Ende: Offiziell ist noch nichts angekündigt, aber der Produktionszug steht ziemlich offensichtlich schon auf der nächsten Station. Und genau deshalb war dieses „Oops“-Foto so unglücklich – es hat einfach einen Teil der Zeitachse sichtbar gemacht, den eigentlich noch niemand sehen sollte.