Indie-Highlight Replaced startet auf Xbox Series S mit gravierenden Problemen

Das lang erwartete Pixel-Art-Spiel Replaced von Entwickler Sad Cat Studio ist nach acht Jahren Entwicklungszeit endlich erschienen – zumindest teilweise erfolgreich. Während die PC- und Xbox-Series-X-Versionen überwiegend stabil laufen und bereits starke Kritiken einfahren, sorgt die Version für die Xbox Series S für deutliche Probleme direkt zum Launch.

Berichten zufolge kommt es auf der schwächeren Xbox-Hardware zu einem schwerwiegenden Fehler beim Übergang zwischen Kapitel 4 und Kapitel 5. Laut Entwickler kann es in längeren Spielsitzungen zu einem speicherbedingten Absturz kommen. Zusätzlich fehlen in einigen Fällen sogar die finalen Endsequenzen, was das Spielerlebnis massiv beeinträchtigt.

Als Workaround wird Spielern aktuell empfohlen, das Spiel nach längeren Sessions neu zu starten, um den Speicherfehler zu vermeiden. Dennoch bleibt ein zentrales Problem bestehen: Selbst wenn der Absturz umgangen wird, werden Teile des Endes auf der Series S offenbar nicht korrekt abgespielt.

Die Unterschiede zwischen den Konsolen-Versionen sorgen dabei für Diskussionen, da Replaced optisch nicht zu den technisch anspruchsvollsten Spielen gehört. Dennoch scheint die Umsetzung auf der Series S mit ihren begrenzten Ressourcen an ihre Grenzen zu stoßen: ein Problem, das in dieser Form viele Spieler nicht erwartet hatten.

Der Entwickler hat bereits einen Patch angekündigt, der sich aktuell im Zertifizierungsprozess befindet und kurzfristig veröffentlicht werden soll. Dieser soll sowohl den Speicherfehler als auch die fehlenden Endsequenzen beheben.

Trotz der Startprobleme fällt das Gesamtbild der Reviews weiterhin positiv aus. Besonders die PC-Version wird für ihre Atmosphäre, das Art-Design und das narrative Konzept gelobt. Auf Bewertungsplattformen erreicht Replaced derzeit solide Wertungen im oberen Bereich.

Der holprige Konsolen-Start wirft dennoch erneut Fragen zur technischen Parität zwischen unterschiedlichen Hardware-Generationen auf und zeigt, wie selbst stilisierte Indie-Projekte an den Grenzen schwächerer Plattformen scheitern können.