Valve bringt zuerst den Controller... und das hat einen simplen Grund

Valve zieht bei seiner neuen Hardware-Strategie gerade eine klare Linie: Alles, was fertig und unabhängig von aktuellen Engpässen ist, kommt jetzt. Alles andere muss warten.

Der neue Steam Controller ist deshalb das erste Gerät, das erscheint. Der Grund ist fast schon banal: Er braucht keinen RAM und keinen internen Speicher. Während aktuell die gesamte Tech-Branche unter steigenden Preisen und Knappheit bei Speicher leidet, ist der Controller davon schlicht nicht betroffen.

Ganz anders sieht es bei der geplanten Steam Machine und dem Steam Frame aus. Beide Geräte hängen direkt von genau den Komponenten ab, die gerade weltweit knapp werden. Der Boom rund um KI-Rechenzentren sorgt dafür, dass riesige Mengen an RAM aufgekauft werden – und das trifft auch Gaming-Hardware.

Valve bestätigt offen, dass diese Situation ihre Pläne beeinflusst. Ursprünglich war wohl gedacht, alles relativ nah beieinander zu veröffentlichen, um ein komplettes Ökosystem zu etablieren. Daraus wird jetzt erstmal nichts.

Strategisch ist der Schritt trotzdem sinnvoll:
Der Controller kann schon früh im Markt Fuß fassen, Nutzer binden und später nahtlos mit der restlichen Hardware zusammenspielen. Gleichzeitig gewinnt Valve Zeit, um die Kostenproblematik bei den größeren Geräten in den Griff zu bekommen.

Die eigentliche spannende Frage kommt aber erst noch:
Wenn RAM weiter teuer bleibt, wird die Steam Machine dann überhaupt noch preislich konkurrenzfähig sein? Genau daran könnte sich entscheiden, ob Valves Hardware-Offensive wirklich funktioniert oder nur ein weiteres Experiment bleibt.