Autor von „Clair Obscur: Expedition 33“ wehrt sich gegen Studio-Klage wegen Comictitel

Olivier Gay, Fantasy-Autor und großer Fan des RPG-Hits Clair Obscur: Expedition 33 von Sandfall Interactive, steht offenbar im Zentrum eines Rechtsstreits um seinen gleichnamigen Graphic Novel. Laut Gay erhielt er kürzlich ein Schreiben von einem Anwalt des Studios, in dem er aufgefordert wurde, den Verkauf seines Comics einzustellen – der Konflikt dreht sich vor allem um den Titel.

Gays Werk, „L’Académie Clair-Obscur“, erschien Anfang 2026 bei Drakoo und erzählt die Geschichte einer Magierakademie und eines einfachen Bauern, der nach dem Entdecken eigener Kräfte dort aufgenommen wird. Abgesehen vom Genre und der französischen Wortwahl im Titel gibt es keinerlei inhaltliche Überschneidungen mit dem Spiel.

Das Problem liegt offensichtlich bei der Markenverteidigung: „Clair Obscur“ bedeutet schlicht „Hell-Dunkel“ auf Französisch und ist seit Jahrhunderten ein Begriff aus der Malerei. Weder das Spiel noch der Comic sind die ersten Werke, die diesen Ausdruck im Titel nutzen.

Gay, der seit 2012 Romane veröffentlicht – unter anderem ein „Assassin’s Creed“-Tie-in –, betont, dass er rechtlich im Recht sei, aber nicht über die Mittel verfüge, sich vor Gericht zu verteidigen. Aus diesem Grund plant er nun, den Graphic Novel umzutiteln, obwohl ihm das besonders schwerfällt, da er das Spiel „Expedition 33“ selbst geliebt und öffentlich unterstützt hat.

Trotz der Auseinandersetzung zeigt Gay weiterhin Bewunderung für den Erfolg von Sandfall Interactive: „Ich habe das Spiel komplett durchgespielt, Simon mit einem perfekten Parry besiegt und es auf Social Media empfohlen“, schrieb er. Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die Spannungen zwischen Markenschutz und kreativer Freiheit in der Fantasy- und Gaming-Branche.