Cyberpunk: Edgerunners hätte ursprünglich ein noch düstereres Ende bekommen

Obwohl das Ende von Cyberpunk: Edgerunners bereits als eines der emotionalsten in der Anime-Welt gilt, hätte die Geschichte von David Martinez ursprünglich noch deutlich tragischer ausfallen können. Das verriet Autor Bartosz Sztybor im Vorfeld der Enthüllung von Cyberpunk: Edgerunners 2, die am 29. Juni stattfinden soll.

Achtung: Es folgen Spoiler zur ersten Staffel.

Im finalen Anime wird David Martinez von Adam Smasher getötet, während Lucy ihren Traum erfüllt und den Mond erreicht. Davids Opfer ermöglicht ihr die Flucht aus Night City, auch wenn die beiden ihr gemeinsames Ziel nie zusammen erleben können. Für viele Fans ist dieses bittersüße Finale einer der Gründe, warum Edgerunners bis heute so nachhaltig in Erinnerung geblieben ist.

Wie Sztybor nun gegenüber Anime Corner erklärte, stand allerdings nie ein Happy End zur Diskussion. Stattdessen existierten sogar Entwürfe, die noch wesentlich düsterer gewesen wären.

In einer frühen Version der Geschichte hätte David den Kampf gegen Adam Smasher zwar überlebt, wäre jedoch von Arasaka gefangen genommen worden. Der Megakonzern hätte ihn anschließend als Soldaten in den sogenannten Corporate Wars eingesetzt – bewaffnete Konflikte zwischen den mächtigen Konzernen der Cyberpunk-Welt, die in Regionen wie Afrika oder Südamerika ausgetragen werden.

Gerade dieses Szenario hätte die Botschaft der Serie noch pessimistischer gemacht. Während David im veröffentlichten Ende zumindest für seine eigenen Überzeugungen stirbt und Lucy eine Zukunft ermöglicht, wäre er in der alternativen Fassung genau zu dem Werkzeug geworden, gegen das er sich sein ganzes Leben lang gewehrt hat: eine austauschbare Waffe im Dienst eines Konzerns.

Mit Cyberpunk: Edgerunners 2 schlägt Studio Trigger allerdings ein neues Kapitel auf. Die zweite Staffel wird eine komplett neue Gruppe von Figuren begleiten. Erste Eindrücke eines neuen Charakters wurden bereits beim Annecy Animation Festival gezeigt, weitere Informationen sollen Ende Juni folgen.