Cyberpunk-Heist-Shooter Den of Wolves trifft es vor Release: Studio baut massiv Stellen ab

Der brutale Koop-Shooter Den of Wolves wurde bei den Game Awards 2023 mit einem blutigen Cyberpunk-Trailer vorgestellt: ohne Gameplay, ohne Termin, aber mit ordentlich Aufmerksamkeit. Mehr als zwei Jahre später ist das Spiel noch immer nicht erschienen. Statt eines Release-Datums gibt es nun allerdings Entlassungen beim Entwicklerstudio 10 Chambers.

Die ersten Hinweise tauchten am 13. Februar auf LinkedIn auf, als Mitarbeitende öffentlich machten, dass sie ihren Job verloren haben. Kurz darauf bestätigte das Studio eine umfassende Umstrukturierung. Betroffen seien zahlreiche Rollen – darunter auch mehrere Mitgründer. Man wolle die internen Abläufe neu aufstellen, damit Den of Wolves das Spiel werden könne, das es verdiene zu sein.

Zwei zentrale Köpfe bleiben an Bord: Ulf Andersson und Simon Viklund führen das Studio weiterhin. Mitgründer Hjalmar Vikström hingegen verlässt 10 Chambers nach rund zehn Jahren. Er kündigte an, künftig kleinere Indie-Projekte umzusetzen und den Fokus stärker auf Gesundheit und Familie zu legen.

Vom Hardcore-Horror zu Cyberpunk-Heists

10 Chambers machte sich mit GTFO einen Namen. Der kompromisslose Koop-Horror-Shooter startete 2019 im Early Access und überzeugte mit klaustrophobischer Atmosphäre, gnadenlosem Schwierigkeitsgrad und einer treuen Community. Für ein kleines Team war das ein Achtungserfolg.

Den of Wolves soll diese Härte in ein Sci-Fi-Heist-Szenario übertragen. Neben klassischen Raubzügen à la Payday gibt es eine zweite, bizarre Gameplay-Ebene: Teams hacken sich in organische „Mind Vaults“, also menschliche Gehirne, um dort gespeicherte Daten zu stehlen. Ein starker Ansatz, ambitioniert inszeniert – aber bislang ohne festen Starttermin.

Bereits im Dezember machte Kommunikationschef Robin Björkell öffentlich, dass das Management bewusst keinen Release-Zeitraum nennen wolle. Man wolle keine Marketing-Versprechen abgeben, die am Ende nicht gehalten werden können. Das klingt ehrenhaft, wirkt aber auch wie ein Studio, das selbst noch nicht weiß, wann es liefern kann.