Cyberpunk-Quest wird Realität: Selbstfahrende Waymo-Flotte sorgt für Chaos in Atlanta

Was in Cyberpunk 2077 wie eine absurde Nebenquest wirkt, hat sich in Atlanta offenbar ziemlich real abgespielt, nur ohne Johnny Silverhand und ohne Delamain.

Laut einem Bericht von lokalen Medien haben autonome Fahrzeuge von Waymo in einem Wohngebiet wiederholt eine Sackgasse befahren und sind dort im Kreisverkehr gelandet. Besonders kurios: Anwohner sprechen von Dutzenden Fahrzeugen, die morgens regelmäßig durch dieselbe Straße rollen, teilweise so viele, dass es eher wie ein geordnetes, aber völlig sinnloses Ritual wirkt.

Der Punkt, an dem es richtig nach Videospiel-Logik klingt: Als Bewohner versuchten, die Einfahrt in die Straße zu blockieren, sollen mehrere Fahrzeuge nicht mehr korrekt aus der Situation herausgefunden haben und quasi „festgehangen“ sein, während sie versuchten umzudisponieren.

Für die Menschen vor Ort ist das weniger lustig als es klingt. Vor allem Familien äußerten Sorgen wegen der ständigen Fahrten durch ein eigentlich ruhiges Wohngebiet, inklusive Kindern und Haustieren, die potenziell gefährdet sein könnten.

Waymo selbst reagierte inzwischen mit einem eher erwartbaren Statement: Man nehme Feedback ernst, habe das Routing angepasst und arbeite daran, solche Situationen künftig zu vermeiden. Gleichzeitig verweist das Unternehmen auf die große Zahl erfolgreicher Fahrten und die Sicherheitsvorteile autonomer Systeme insgesamt.

So bleibt am Ende genau dieses merkwürdige Spannungsfeld: Auf der einen Seite eine Zukunftstechnologie, die eigentlich Verkehr sicherer machen soll. Auf der anderen Seite ein reales Verhalten, das eher an die „Epistrophy“-Mission aus Cyberpunk 2077 erinnert – nur ohne Questmarker, dafür mit echten Anwohnern, die morgens plötzlich mitten in einer KI-Schleife stehen.