Deutsche Bank hat etwas Dummes gefunden, um die Wirtschaft zu verzocken – und es ist der Mond

Wir dachten, nach all den Tech-Hypes, Kryptowährungen, NFTs, KI-Hypes, gescheiterten Videoplattformen und Internetpets sei die Grenze des Absurden erreicht. Aber nein: Jetzt geht’s um den Mond.

Deutsche Bank hat gerade angekündigt, dass sie den „Mondwirtschaftsmarkt“ ins Visier nehmen. Intuitive Machines, ein Unternehmen aus Houston, das Technologien für die Mondforschung entwickelt, soll von der Aufmerksamkeit der Milliardäre profitieren. Laut Analyst Edison Yu könnte die Mondwirtschaft gerade einen entscheidenden Wendepunkt erlebt haben – mit anderen Worten: ein neuer Wettkampf unter Superreichen steht an.

Die USA zeigen durch das Artemis-Programm, dass sie China auf dem Mond technologisch übertrumpfen wollen, unter anderem für militärische und Spionagezwecke. Gleichzeitig beginnt ein privater Wettlauf zwischen Jeff Bezos, dessen Blue Origin an Mondlandern arbeitet, und Elon Musk. Musk, der den Mond früher als „Ablenkung“ abgetan hat, will nun eine „selbstwachsende Stadt“ dort errichten. Ein ambitioniertes Ziel – und ein radikaler Richtungswechsel für ein Unternehmen, das bisher auf Marskolonisierung fixiert war.

Natürlich sind staatliche Verträge schon allein ein finanzieller Gewinn. Für Musk und SpaceX sind sie sogar eine der wichtigsten Einnahmequellen. Aber darüber hinaus: Welche wirtschaftlichen Vorteile soll ein Mondaufenthalt bringen? Vielleicht erleichtert die geringe Schwerkraft Logistik, vielleicht kann man Infrastruktur für KI-Farmen oder andere Hightech-Lösungen auslagern. Sicher ist nur: Es bleibt extrem spekulativ.

Die Parallelen zu aktuellen KI-Vorhaben sind offensichtlich. KI braucht gigantische Rechenzentren, Unmengen Strom, Wasser für Kühlung und extrem teure Chips – die Infrastruktur ist bereits ein Flaschenhals für die Wirtschaft. Auf dem Mond könnte man zumindest einige dieser Probleme umgehen. Ob das realistisch ist? Kaum. Aber ein vager Zukunftsversprechen reicht, um Billionen in Bewegung zu setzen.

Die ursprüngliche Raumfahrt-Rennen der 1960er war noch von einem klaren Ziel getrieben: Prestige, Technologie und wissenschaftliche Errungenschaften. Heute ist das alles stark von kurzfristigen Visionen und dem Drang getrieben, den nächsten großen Coup zu landen – auch wenn er kaum greifbare Ergebnisse für die Menschheit liefert. Der Mond ist die neueste Bühne für die Show, auf der die reichsten Menschen der Welt wetten, als ginge es um alles – während wir alle noch atmen müssen.

Die Mondwirtschaft ist noch lange nicht ausgereift. Sie ist ein Spiegelbild dessen, wie aktuelle Technologieprojekte oft ablaufen: teuer, riskant, weitgehend ungetestet und getrieben von visionären Milliardären, deren Pläne nicht unbedingt mit der Realität harmonieren. Aber hey, es sieht spektakulär aus, wenn man nachts nach oben schaut.