Gamereview: Riftstorm im Preview – Wenn Top-Down-Ballerei auf Geheimagenten-Mythen trifft

  • Genre: Co-Op Top-Down Looter-Shooter / Roguelite

  • Entwickler & Publisher: Confiction Labs / Agate

  • Status: Early Access

  • Plattform: PC (Steam)

Das Setting: "Men in Black" trifft auf übernatürliches Chaos

Monster, Legenden und kosmische Alpträume sind real – doch die Menschheit ahnt nichts davon. In Riftstorm schlüpfst du in die Rolle eines sogenannten "Weavers", eines Spezialagenten der geheimen Organisation Mythic Protocol. Deine Aufgabe? Dimensionalen Rifts nachjagen, übernatürliche Bedrohungen neutralisieren und wertvolle Beute sichern, bevor alles aus den Fugen gerät.

Das Universum erinnert stark an das populäre SCP-Genre oder Control und verleiht dem hektischen Baller-Gefilde eine angenehm mysteriöse Note.

Das Gameplay: Schnelle Runs, dicke Loot-Spirale und Co-Op-Fokus

Mechanisch präsentiert sich Riftstorm als rasanter Isometrie-/Twin-Stick-Shooter, der sowohl solo als auch im 3-Spieler-Co-Op seine Muskeln spielt.

Soft-Extraction & Tempo: Du startest in prozedural generierte Zonen, erfüllst Missionsziele und sammelst unterwegs Waffen sowie Modifikatoren. Scheitert der Run, verlierst du nicht dein gesamtes Equipment (wie in harten Extraction-Shootern), sondern nimmst nur Waffenschaden mit – ein fairer Kompromiss für Koop-Runden.

Mid-Run-Builds: Während der Einsätze verteilst du temporäre Power-Ups (Lythograms), die deine Fähigkeiten drastisch verändern. So entstehen im Laufe einer Mission teilweise absurd mächtige Kombos.

Klassen-Vielfalt: Jeder Weaver bringt eigene Fähigkeiten und Waffenpräferenzen mit – vom Scharfschützen mit Geschütztürmen bis hin zum mobilen Nahdistanz-Spezialisten.

Das Trefferfeedback fühlt sich dank knackiger Treffereffekte extrem griffig an, was den Runs eine tolle Dynamik verleiht.

Technik & Performance: Unser Testsystem

Da Riftstorm auf einen stilvollen, aber gut optimierten Comic-Look setzt, fällt die Performance gewohnt sauber aus.

Test-Setup:

  • Laptop-Modell: MSI Vector GP76 12UH

  • Prozessor (CPU): Intel Core i7-12700H (14 Kerne, 20 Threads, Boost bis zu 4,7 GHz)

  • Grafikkarte (GPU): NVIDIA GeForce RTX 3080 Laptop GPU

  • Arbeitsspeicher (RAM): 16 GB DDR5

Performance-Eindruck:

Auf unserem Referenzsystem lief das Spiel bis auf ersten Minuten sehr gut. Selbst wenn mehrere Dutzend Gegner gleichzeitig den Bildschirm fluten und mächtige Fertigkeitseffekte zünden, bleibt die Framerate relativ hoch und seidenweich. Ruckler oder störende Framedrops gab es am Anfang nach dem Start, ist aber später dann nicht mehr vorgekommen.

Pro & Contra

Das gefällt uns gut:

- Spannendes, an die SCP-Lore angelehntes Geheimagenten-Setting

- Rasanter Mix aus Looter-Shooter, Extraction-Elementen und Roguelite-Mechaniken

- Knackiges Trefferfeedback und motivierendes Build-Crafting im Run

- Ausgezeichnete Performance und flüssige Animationen

Das gefällt uns weniger:

- Auf Dauer droht die Missionsstruktur ohne genügen Content-Nachschub repetitiv zu werden

- Sounddesign und Treffergeräusche wirken in manchen Bereichen noch unfertig

- Das Menü-Design und die Benutzeroberfläche sind aktuell noch etwas überladen

Planetkey-Prognose

Fazit: Riftstorm bringt sehr viel Potenzial mit, um sich als feste Größe unter den Koop-Looter-Shootern zu etablieren. Das unverbrauchte Setting, das griffige Gunplay und das faire Extraction-Prinzip machen im Team riesigen Spaß. Wenn das Entwicklerteam während der Early-Access-Phase fleißig an der Missionsvielfalt schraubt und das Sounddesign nachbessert, steht einem Dauerbrenner für die nächste Zocker-Runde mit Freunden nichts im Wege.