Games senken ihre PC-Anforderungen, während RAM-Preise explodieren

PC-Gamer schütteln ungläubig den Kopf: Lego Batman: Legacy of the Dark Knight hat gerade seine empfohlenen RAM-Anforderungen halbiert. Ursprünglich wollte TT Games, dass Spieler 32 GB RAM bereithalten – jetzt reicht die Hälfte. Ein Schritt, der wohl vielen Fans aufatmen lässt, gerade während die Preise für Arbeitsspeicher im Jahr 2026 durch die Decke gehen.

Als die Specs im Januar veröffentlicht wurden, verglichen Spieler sie sofort mit Star Wars: The Skywalker Saga von 2022, das nur 8 GB empfohlen hatte. Viermal so viel RAM in nur vier Jahren? Viele sahen darin ein Beispiel für überambitionierte, unoptimierte PC-Spiele. TT Games erklärte damals, dass die Angaben für die Steam-Liste konservativ seien, um Vorbestellungen und Wunschlisten zu sammeln – optimiert werde noch. Nun ist klar: Man muss kein weiteres 16-GB-RAM-Riegel-Kit kaufen, nur um in Lego-Gotham zu spielen.

Auch andere Spiele haben bereits nachgebessert: IO Interactive reduzierte bei 007: First Light die Anfangsempfehlung von 32 auf 16 GB RAM, inklusive gesenkter VRAM-Anforderungen. Begründung: Fehlkommunikation und laufende Optimierungen.

Für Spieler ist das timingkritisch: Wer letzten Herbst aufrüsten wollte, hätte für 16 GB DDR4-RAM noch rund 80€. Jetzt kostet dasselbe Kit oft 160€, vorausgesetzt, es ist überhaupt verfügbar. Die AI-getriebenen Preissteigerungen wirken sich auf Hardware, Steam-Maschinen und Launch-Pläne aus, und Entwickler reagieren offenbar zunehmend pragmatisch, um ihre Spiele zugänglich zu halten.

Die Moral? Halte den Geldbeutel bereit, aber die Spiele selbst könnten glücklicherweise weniger hungrig nach RAM sein, als die ersten Angaben vermuten ließen.