Trump nutzt Animal-Crossing-Style für Bauern-Propaganda – Entwickler reagieren genervt

In einer ungewöhnlichen Social-Media-Aktion hat Präsident Donald Trump am 27. März AI-generierte Inhalte im Animal-Crossing-Look veröffentlicht. Auf Twitter zeigte ein kurzes Video einen digitalen Trump, der durch ein idyllisches Dorfszenario läuft, begleitet von tierischen NPCs, und die Botschaft „Make Farming Great Again!“ verkündet. Begleitend erschien ein Bild, das Trump als Animal-Crossing-Avatar mit bekannten Charakteren zeigt, versehen mit einem modifizierten Animal-Crossing-Logo und der Botschaft „National Agriculture Week. Thank You, Farmers!“.

Die Aktion folgt auf eine Zusammenkunft von Hunderten Landwirten im Weißen Haus, bei der Trump die 12 Milliarden Dollar Unterstützung für die Landwirtschaft feierte, ohne zu erwähnen, dass viele Probleme der Bauern auf frühere Handelskriege und umstrittene Zölle seiner Regierung zurückzuführen sind.

Die Nutzung von Videospielen für politische Propaganda ist bei Trump nicht neu: Schon zuvor wurden Marken wie Halo, Pokémon oder Call of Duty zweckentfremdet, um politische Botschaften zu transportieren. Entwickler und Publisher reagieren zunehmend genervt. Die Pokémon Company erklärte, sie sei nicht an der Erstellung beteiligt gewesen und habe keine Erlaubnis für die Nutzung ihres geistigen Eigentums erteilt. Auch Halo-Mitbegründer Marcus Lehto kritisierte die Praxis scharf: Er nannte die Verwendung seiner Marke „absolut abscheulich“.

Die Kombination aus populärer Gaming-Ästhetik und politischer PR sorgt online für Verwunderung und Empörung und wirft einmal mehr die Frage auf, wie weit die Instrumentalisierung von Popkultur für politische Zwecke gehen darf.