Diablo 4-Fix macht Spieler versehentlich fast unsterblich

Mit dem neuen Add-on Diablo IV sorgt aktuell ausgerechnet ein Bugfix für komplettes Chaos im Endgame. Eigentlich wollte Blizzard nur ein fehlerhaftes Schadensreduktions-Feature reparieren – stattdessen laufen Spieler jetzt mit absurden Defensive-Werten durch Sanctuary.

Im Mittelpunkt steht der Paladin-Aspekt „Glynn’s Anvil“. Der erhöht maximale Resolve-Stacks und gewährt pro Stack zusätzliche Schadensreduktion. Vor dem neuesten Patch funktionierte der Effekt offenbar nicht korrekt und gab weniger Schutz als vorgesehen.

Nach dem Hotfix passierte dann das genaue Gegenteil.

Spieler fanden schnell heraus, dass sich die Resolve-Stacks durch bestimmte Gear-Kombinationen und Tempering-Werte extrem hoch pushen lassen. Dadurch explodieren die Defensive-Werte regelrecht. In einigen Fällen sprang die „Toughness“ laut Community-Berichten von wenigen Millionen auf über 50 Millionen.

Das Resultat: Charaktere tanken plötzlich fast alles weg. Besonders im High-End-Content sorgt das aktuell für ziemlich absurde Builds, die kaum noch sterben können. Entsprechend schnell verbreiteten sich bereits Build-Guides und YouTube-Videos, die zeigen, wie man den Effekt maximal ausreizt.

Ganz perfekt ist die Sache aber trotzdem nicht. Wer nur komplett auf Defensive geht, macht oft selbst kaum noch Schaden. Einige Spieler beschreiben ihre Builds deshalb als wandelnde Betonwände: praktisch unkillbar, aber offensiv eher zäh.

Dass Blizzard hier zeitnah eingreifen wird, gilt allerdings als ziemlich wahrscheinlich. Solche extremen Skalierungsfehler halten in Live-Service-Games selten lange durch – vor allem nicht, wenn sie das komplette Balancing eines Add-ons auf den Kopf stellen.