Ghost of Yōtei Legends: Support endet nach zwei Monaten überraschend früh

Zwei Monate nach dem Start schon Schlussstrich unter den „Legends“-Plänen – das klingt erstmal härter, als es Sucker Punch wahrscheinlich verkaufen will. Aber genau so ist es jetzt passiert: Das Koop-Addon zu Ghost of Yōtei bekommt keine größeren Inhaltsupdates mehr.

Lead Designer Darren Bridges hat das im PlayStation Blog ziemlich klar formuliert. Mit dem Raid-Update sei die „letzte große geplante Erweiterung“ erschienen und damit auch die Geschichte der Yōtei Six in diesem Modus abgeschlossen. Punkt.

Ghost of Yōtei hat sich im Singleplayer offenbar ordentlich verkauft – und genau deshalb wirkt der Cut beim Multiplayer so ungewöhnlich früh. Immerhin: Der Vorgänger Ghost of Tsushima hatte für seinen Legends-Modus deutlich länger Support bekommen, inklusive mehrerer größerer Updates über viele Monate hinweg.

Jetzt wirkt es eher so, als hätte man bei Yōtei Legends von Anfang an einen engeren Rahmen gesetzt: einmal Raid, einmal Storyabschluss, dann Ende Gelände. Kein langsames Ausrollen, kein „Live-Service auf Halbmast“, sondern eher ein abgeschlossenes Paket.

In der Community sorgt das trotzdem für hochgezogene Augenbrauen. Nicht unbedingt, weil der Modus schlecht angekommen wäre – eher, weil Sony in den letzten Jahren eigentlich genau solche Multiplayer-Experimente stärker pushen wollte. Gleichzeitig hat der Konzern aber mehrfach gezeigt, dass man Projekte auch schnell wieder einkassiert, wenn die Richtung nicht passt oder sich Prioritäten verschieben.

Unterm Strich bleibt ein etwas seltsames Bild: ein offenbar solides Koop-Addon, das nach kurzer Zeit schon wieder abgeschlossen wird. Und die größere Frage dahinter ist weniger „Warum jetzt?“, sondern eher, ob Sony gerade generell den Kurs Richtung Live-Service wieder etwas runterfährt, mit Ausnahme der Projekte, die wirklich sitzen.