Safeguard kehrt in Call of Duty: Black Ops 7 zurück und Treyarch kennt die Probleme

Mit Season 2 feiert der Modus Safeguard sein Comeback in Call of Duty, erstmals seit 2018 wieder in einem Hauptteil der Reihe. Ursprünglich eingeführt in Call of Duty: Black Ops III, setzt der Modus auf ein asymmetrisches Ziel: Ein Team eskortiert einen Roboter zum Checkpoint, das andere versucht ihn aufzuhalten.

Auch 2026 funktioniert das Grundprinzip erstaunlich gut. Verteidiger können den Roboter direkt beschädigen, um ihn zu stoppen – eine clevere Alternative zum reinen Abschuss-Duell. Das sorgt dafür, dass auch weniger aim-starke Spieler sinnvoll beitragen können. Gleichzeitig entsteht ein taktisches Spannungsfeld: Konzentriert man sich zu sehr auf den Bot, flankieren die Gegner. Fokussiert man nur das gegnerische Team, läuft der Roboter ungestört ins Ziel.

Der neue Robo-Hund wirkt schneller – ist er aber nicht

In Black Ops 7 wird der Roboter nun als vierbeiniger, Boston-Dynamics-artiger Mechanik-Hund dargestellt statt als humanoide Maschine. Viele Spieler hatten das Gefühl, das neue Modell bewege sich schneller als früher. Laut Entwicklerstudio Treyarch stimmt das jedoch nicht.

Die tatsächliche Geschwindigkeit sei vergleichbar mit früheren Versionen. Dass es sich flotter anfühlt, liege an kompakteren Maps, angepasstem Pathing und neuen Animationen. Dennoch prüft das Team aktuell, ob eine leichte Temporeduzierung sinnvoll wäre.

Das größere Problem: Gewinnen und trotzdem verlieren

Deutlich kritischer ist ein anderes Design-Detail: Beide Teams haben jeweils eine Angriffsphase. Entscheidend ist, wer den Roboter schneller ins Ziel bringt. Schafft Team A das in zwei Minuten und Team B benötigt zwei Minuten und drei Sekunden, verliert Team B, selbst wenn der Bot das Ziel erreicht.

Das fühlt sich frustrierend an. Treyarch hat bestätigt, dass man Optionen prüft, die zweite Runde vorzeitig zu beenden, wenn klar ist, dass die Zeit nicht mehr reicht. Zusätzlich wird an UI-Verbesserungen gearbeitet, damit Siegbedingungen transparenter werden. Auch eine mögliche Rückkehr von Overtime steht im Raum.

Starkes Konzept mit Feinschliff-Potenzial

Abgesehen von diesen Baustellen – und einem inzwischen gepatchten Bug, bei dem der Roboter per Wurfbeil ausgeschaltet werden konnte, zeigt Safeguard, wie gut das Gunplay von Call of Duty außerhalb klassischer Kill-Modi funktioniert.

Wenn Treyarch an Tempo, Regelkommunikation und Match-Flow schraubt, hat der Modus echtes Potenzial, dauerhaft neben Klassikern wie Kill Confirmed zu bestehen. Und ehrlich: Das Grundprinzip funktioniert selbst ohne Sci-Fi-Setting. Ob Robo-Hund, Jeep oder Panzer – das Escort-Gameplay trägt sich. Entscheidend ist nur, dass die Regeln sauber greifen.