Switch 2: Ex-Nintendo-Manager hält Preiserhöhung für „unausweichlich“

Während Sony und Microsoft ihre Preise bereits angepasst haben, gilt Nintendo aktuell noch als letzter großer Hersteller, der seine neue Konsole stabil hält. Doch das könnte sich bald ändern: Ein ehemaliger Sales-Leiter geht davon aus, dass eine Preiserhöhung der Nintendo Switch 2 kaum noch zu vermeiden ist.

In einem Podcast erklärt der Ex-Mitarbeiter, dass gleich mehrere Faktoren gleichzeitig Druck aufbauen – und diesmal stärker als in früheren Konsolengenerationen.

Die drei Hauptgründe für steigende Preise:

  • Inflation und globale Wirtschaftslage
    Steigende Kosten entlang der gesamten Lieferkette sorgen schon länger dafür, dass Hardware schwer profitabel zu halten ist. Nintendo kann einen Teil davon abfedern, aber nicht unbegrenzt.
  • Zölle und politische Spannungen
    Handelskonflikte, insbesondere Maßnahmen unter Donald Trump, treiben Importkosten nach oben. Nintendo geht rechtlich dagegen vor, doch kurzfristig bleibt die Belastung bestehen.
  • Chip-Knappheit durch KI-Boom und geopolitische Krisen
    Der steigende Bedarf an KI-Hardware lässt Preise für Speicher und Komponenten explodieren. Gleichzeitig verschärfen Konflikte wie der Iran-Krieg die Lage zusätzlich: Rohstoffe wie Helium – essenziell für die Halbleiterproduktion – werden knapper und teurer. Das wirkt sich direkt auf Konsolen und sogar auf Spielmodule aus.

Nintendo versucht gegenzusteuern

Ein interessanter Hinweis: Nintendo plant, digitale Spiele günstiger anzubieten als physische Versionen. Das könnte ein strategischer Move sein, um eine mögliche Preiserhöhung der Hardware für Käufer „abzufedern“.

Zudem hat Nintendo noch andere Einnahmequellen – von Merch über Filme bis hin zu Freizeitparks –, die helfen können, steigende Kosten teilweise aufzufangen. Trotzdem reicht das laut Einschätzung des Ex-Managers langfristig nicht aus.

Warum es diesmal anders ist

Nintendo war historisch oft zurückhaltend bei Preiserhöhungen und konnte wirtschaftliche Schwankungen besser abfedern als die Konkurrenz. Doch aktuell kommen ungewöhnlich viele Faktoren gleichzeitig zusammen: globale Krisen, politische Konflikte, technologische Umbrüche durch KI und steigende Produktionskosten.

Sein Fazit ist deshalb ziemlich klar:
Eine Preiserhöhung wäre keine Frage des „Ob“, sondern nur noch des „Wann“.

Für Spieler heißt das: Wer mit dem Gedanken spielt, sich eine Switch 2 zuzulegen, könnte aktuell noch den besten Zeitpunkt erwischen – denn günstiger wird es in dieser Generation eher nicht mehr.