DIY-“Steam Machine” für unter 1.000 Dollar: YouTuber kontert Valve-Projekt

Während Valve weiterhin an seiner offiziellen „Steam Machine“-Hardware arbeitet, zeigt ein YouTuber, dass sich ein vergleichbares PC-Konzept offenbar auch deutlich günstiger selbst bauen lässt.

Der Creator Zac Builds hat ein kompaktes Gaming-System entwickelt, das optisch und konzeptionell stark an die angekündigte Wohnzimmer-PC-Lösung erinnert. Ziel war es, ein Gerät zu bauen, das preislich unter dem erwarteten Marktwert der offiziellen Hardware liegt – und dabei möglichst ähnliche Leistung liefert.

Das Ergebnis: Ein selbst zusammengestelltes System für rund 950 Dollar. Verbaut wurden unter anderem ein Ryzen 5 5600X, eine Radeon RX 9060 XT mit 16 GB VRAM, 16 GB Arbeitsspeicher sowie eine 2 TB SSD. Untergebracht ist die Hardware in einem individuell gefertigten Gehäuse mit Holzverkleidung, das bewusst an ein Wohnzimmergerät erinnert und nicht an einen klassischen Gaming-Tower.

Leistungstechnisch soll das System moderne AAA-Spiele wie Cyberpunk 2077 oder Marvel’s Spider-Man 2 in hohen Einstellungen und mit Upscaling-Technologien wie FSR flüssig darstellen können – zumindest unter optimierten Bedingungen.

Die Aktion wirft gleichzeitig Fragen zur Strategie von Valve auf. Das Unternehmen hatte seine neue Steam-Hardware als eine Art Brücke zwischen PC und Konsole positioniert, konkrete Preise oder ein finales Release-Datum aber bisher nicht offiziell bestätigt. Der DIY-Vergleich zeigt nun, dass der Preisrahmen für ein leistungsfähiges Wohnzimmer-System potenziell deutlich niedriger liegen könnte als viele erwartet hatten.

Allerdings gibt es einen entscheidenden Unterschied: Während Eigenbau-Systeme stark von Einzelteilen, Sonderangeboten und Bastelaufwand abhängen, setzt Valve auf Massenproduktion, einheitliches Design und einfache Einrichtung für Nutzer. Genau diese Faktoren könnten am Ende den Preis deutlich beeinflussen – in beide Richtungen.

Der Vergleich bleibt damit vor allem eines: ein realistischer, aber nicht ganz faire Maßstab für ein Produkt, das noch gar nicht final auf dem Markt ist.